Selbstwert und Selbsthilfe

Wie dein Inneres Kind deine Beziehung crasht…

Arrrhggghh – du könntest dir die Haare raufen oder dich am liebsten eiskalt aus dem Staub machen, weil er oder sie schon wieder…… und erneut fliegen die Fetzen, knallen die Türen und fließen die Tränen.

Wir alle kennen diese krassen Auseinandersetzungen, die wirklich unter die Haut gehen. Sobald in einer neuen Liebesbeziehung eine minimale Sicherheit und Verlässlichkeit da ist, geht es rund – das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Warum?

Dein „Inneres Kind“ wittert die Chance endlich gesehen und anerkannt zu werden.

In jeder Kindheit gab es Situationen, in denen wir zu wenig Liebe, Aufmerksamkeit oder Anerkennung bekommen haben. Es gab Situationen von Beschämung, Vereinnahmung, Missachtung oder Liebesentzug. Diese Wunden heilen nicht mit der Zeit, sondern bleiben tief in unserem Inneren offen.

In einer Liebesbeziehung traut sich dein Inneres Kind aus der Deckung und will endlich Beachtung.

Zum Beispiel plant Bettina voller Vorfreude und mit Feuereifer die Tagesausflüge in der gemeinsamen Urlaubswoche.

Partner Bernd reagiert darauf weniger begeistert, denn er fühlt sich eingeengt und vereinnahmt durch ihre vielen Pläne. In seiner Kindheit hatte Bernd eine dominante Mutter. Verständlich, dass Bernd sich heute noch schnell gegängelt fühlt. Bettinas wohlgemeinten Pläne berühren seine Kinheitswunde und schürt seine tiefsitzende Angst, erneut vereinnahmt zu werden.

Bernd reagiert also mit schroffer Zurückweisung und Ablehnung auf ihre Pläne.

Aus einer Diskussion wird ein Streit und die Situation eskaliert endgültig, als Bernd andeutet, er könne ja auch ohne Partnerin in den Urlaub fahren. Damit berührt er wiederum Bettinas Kindheitswunde der Verlassenheit.

Am Ende fühlen sich beide zutiefst verletzt und unverstanden. Crash-Gefahr!

Woran erkennst du, dass Kindheitswunden aktiviert sind?

Ein guter Hinweis auf aktivierte Kinderheitswunden sind häufige Beziehungsdramen mit extremen, überkochenden Emotionen – von überhitzt bis eiskalt!

Extreme Wutausbrüche, Ausflippen, Weglaufen (oder heimliche Pläne davon), aggressives Beschuldigen, Panik, ewiges Selbstmitleid und ständiges Wehklagen, Suchtverhalten, körperliche Gewalt, destruktive Eifersucht, große Unnahbarkeit und Unberührbarkeit, trotziges Schweigen, Lügen, Manipulationen, ein übergroßer Macht- oder Kontrollanspruch, ewiges Rumnörgeln an sich und anderen…

Was kannst du tun?
  • Du bist okay – dein Gegenüber auch!

Mache dir bewusst: Alle emotionalen Muster, die aus deiner Kindheit kommen, waren damals die beste Schutzstrategie, die du finden konntest. Du hast es damals so gut gemacht, wie du nur irgendwie konntest. Du bist gut und vollkommen okay – und dein Gegenüber ebenso. Du willst niemanden wirklich schaden und niemand will dir wirklich schaden.

  • Nimm dir Zeit, dich zu beruhigen und dich neu zu sortieren!

Verdeutliche dir, dass das aktuelle Drama alte Verletzungen berührt. Kindheitswunden aller Beteiligten sind höchstwahrscheinlich aktiv. Gut, wenn du dich erst mal liebevoll um dich selbst kümmerst, ganz erwachsen. Bestenfalls kannst du realisieren, dass dein Gegenüber auch in emotionaler Not ist.

  • Übernimm die Verantwortung für deine Gefühle!

Sei bereit, deine tiefer liegenden Gefühle zu fühlen ohne weiteren Kampf, Interaktion oder Angriff! Nutze diese Situation, dich selbst tiefer kennenzulernen. Zum Beispiel hinter deiner kalten Wut findest du oft kindliche Scham, Ohnmachtsgefühle oder Hilflosigkeit. Versuche diese dahinter liegenden Gefühle nicht abzuwehren. Das ist Heilung für dich!

  • Bleibe fair!

Schicke dein Gegenüber nicht in die nächste Hölle, indem du das „Schlachtfeld“ auf ungewisse Zeit verlässt oder mit Trennung drohst. Dadurch werden unsere Inneren Kinder nur noch panischer. Mache eine klare, ruhige Ansage wie: „Ich möchte Verantwortung für meine Gefühle übernehmen und dafür brauche ich jetzt etwas Zeit alleine. Ich komme in 30 Minuten wieder zu dir zurück.“

Besprich in einer ruhigen Stunde mit deinem Partner oder Partnerin wie ihr zukünftig miteinander umgehen wollt, wenn es wieder losgeht mit dem Drama.

  • Heilungs-Schritte für jeden Tag!

Eine hilfreiche Imagination:

Sorge für eine entspannte und sichere Atmosphäre und einen ruhigen Raum. Nimm Kontakt auf mit deinem Inneren Kind und lasse ihr Bild vor deinem geistigen Auge lebendig werden. Nimm die Kleine wahr. Wie alt ist sie? Wie ist ihr Lebensgefühl? Worunter leidet sie und was braucht sie? Schaue liebevoll hin.

Nun lasse dein Inneres Kind vor deinem geistigen Auge so klein werden, dass es in deinem Herzen Platz hat. Dort gibst du ihm ein liebevolles Zuhause, große Geborgenheit oder einen schönen Spielplatz.

Gerne lade die Inneren Kinder deines Partners oder Partnerin und deiner Nächsten mit ein in dein erwachsenes Herz. So entsteht eine glückliche, kleine Kindergemeinschaft mitten in deinem Herzen.

❤️

Für deine Beziehung ist es hilfreich, wenn du dich selbst verantwortlich fühlst für dein Inneres Kind. Das entlastet deine Partnerschaft, senkt die Drama-Quote und die Crash-Gefahr.

Wenn du ruhiger geworden bist, erkenne die Wunde deines Gegenübers. Beziehe mit ein, was er oder sie braucht, z.B. Anerkennung, Liebe, Trost, Freiraum, Mut, Würdigung, Achtsamkeit, Zartheit, Zuverlässigkeit.

Das vertieft eure Liebe!

Ich wünsche dir alles Gute für deinen Weg! 

Magdalena Salvato

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