Märchen, Mythen und romantische Illusionen über Liebe, Intimität und Sexualität sind tief in unserem kollektiven Bewusstsein verankert.
Du kennst sie bestimmt: die Hollywood-Geschichte, in der nach dem Happy End alles für immer perfekt bleibt. Zwei Menschen finden sich und plötzlich lösen sich alle Probleme in Luft auf.
Klingt schön. Ist aber leider ein Märchen.

Mythos 1: Wenn wir uns wirklich lieben, klappt es im Bett von allein.
Falsch.
Den Frosch zu küssen reicht nicht.
Erfüllte Sexualität fällt uns nicht einfach in den Schoß. Gute Sexualität ist etwas, dass du entdecken, erforschen und lernen darfst.
Nimm das Tempo heraus. Werde neugierig auf deine eigenen Wünsche und Vorlieben.
Fühlt sich etwas nicht gut an? Dann lass es.
Fühlt es sich wunderbar an? Dann zeig es. Sprich darüber. Genieße es mit allen Sinnen und schnurre…
Mythos 2: Wenn ich Sexualität lebe, bekomme ich automatisch Liebe und Nähe.
Falsch.
Männer und Frauen können Sexualität leben, ohne sich wirklich emotional nah zu sein. Wenn das für beide stimmig ist, spricht nichts dagegen.
Doch sei aufmerksam, wenn du insgeheim hoffst, durch sexuelle Verfügbarkeit Liebe zu bekommen.
Der unausgesprochene Tauschhandel „Sex gegen Liebe“ endet oft mit Enttäuschung.
Wenn du dir eine stabile Partnerschaft wünschst, schenke dem Kennenlernen Zeit. Beobachte in Ruhe, wie sich der Kontakt entwickelt und ob echte Verbundenheit entsteht.
Mythos 3: Meine Liebe wird meinen Partner verändern.
Falsch.
Diese Vorstellung ist eine der hartnäckigsten Fallen überhaupt.
Wenn du versucht, einen anderen Menschen durch Liebe, Geduld oder endlose Anstrengung zu verändern, wirst du oft frustriert und erschöpft sein.
Gehe lieber davon aus, dass dein Gegenüber genau so bleibt, wie er (oder sie) heute ist.
Die spannendere Frage lautet:
Wie kannst du selbst wachsen?
Richte den Fokus auf deinen eigenen Handlungsspielraum. Entdecke neue Möglichkeiten. Stärke deinen Selbstliebe und komme dir selbst näher.
Darin liegt deine wahre Kraft und Lebensfreude.
Mythos 4: Liebe und Sexualität wollen dasselbe.
Falsch.
Liebe sehnt sich nach Nähe, Geborgenheit, Sicherheit und Verbundenheit.
Sexuelle Anziehung entsteht dagegen oft durch Spannung, Neugier, Lebendigkeit, Abenteuer und das Fremde.
Deshalb können sich Liebe und Lust manchmal gegenseitig herausfordern.
Die Brücke zwischen beiden heißt Intimität.
Intimität entsteht durch Präsenz, Achtsamkeit und echtes Interesse am Gegenüber. Sie schafft einen Raum, in dem sich Liebe und Lust immer wieder neu begegnen können – auch nach vielen gemeinsamen Jahren.
Mythos 5: Erst wenn die große Liebe kommt, öffne ich mein Herz.
Falsch.
Der Prinz auf dem weißen Pferd ist vermutlich längst weitergeritten.
Wie lange möchtest du noch warten?
Du musst dich nicht für den „richtigen Moment“ aufsparen.
Lass dein Rapunzel-Haar herunter und verlasse den Turm.
Falls du dich oft angespannt, einsam oder bedürftig fühlst, beginne damit, dir selbst mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Öffne dein Herz zuerst für dich selbst.
Mythos 6: In mir ist keine Lust.
Falsch.
Wenn du wenig Zugang zu deiner Lust spürst, lohnt sich eine andere Frage:
Wie lebendig fühlst du dich eigentlich in deinem Alltag?
Spürst und verwöhnst du mit Freude deinen weiblichen Körper?
Lebst du voller Kreativität, Genuss und Begeisterung?
Oder kreisen deine Gedanken hauptsächlich um To-do-Listen, Verpflichtungen und das Gefühl, alles schaffen zu müssen?
Lust ist Lebensenergie.
Je mehr Genuss, Sinnlichkeit, Leichtigkeit und Verspieltheit du in deinen Alltag einlädst, desto leichter kann auch deine sexuelle Energie wieder ins Fließen kommen.
Lust beginnt nicht erst im Schlafzimmer. Richtig!
Sie beginnt in deinem alltäglichen Leben.
In den kleinen Momenten des Genusses und Freude an deinem Körper.
In einer liebevollen Verbindung zu dir selbst.
In deiner Bereitschaft, verspielt, neugierig und lebendig zu sein.
Wenn du deine Sinnlichkeit neu entdecken und deine Lust mehr ins Fließen bringen möchtest, dann buche dir jetzt ein passendes Seminar. Gerne kontaktiere mich, um ganz persönlich zu besprechen, was für dich aktuell am Besten passt.


